Da ich vor ein paar Wochen von einer Bekannten erfahren habe das sie eine Ernährungsumstellung mit Low Carb angefangen hat, dachte ich dies wäre eventuell auch etwas für mich. Natürlich habe ich mich gleich in die Materie eingelesen, denn auch ich bin eine der vielen Übergewichtigen die es mittlerweile in der Schweiz, Deutschland und Österreich gibt. Um die 50% der Erwachsenen gelten als übergewichtig und auch viele unserer Kinder sind mittlerweile dick. Kinderärzte belegen einen Anstieg von Typ 2 Diabetes sowie Bluthochdruck, die eng mit Übergewicht verbunden sind. Ich habe aktuell um die 40kg zu viel auf den Hüften und leide unter Adipositas, doch letzten Dienstag, also genau vor einer Woche hat es mich gepackt und habe mit der Low Carb Ernährung begonnen.
Low Carb Ernährung richtet sich an alle Leute die mit Übergewicht, hohem Cholesterin, hohem Blutdruck, Hypoglykämie (Unterzuckerung) und Typ 2 Diabetes zu kämpfen haben.
Low Carb basiert auf dem Prinzip dem Körper mehr Eiweiss und Fett, dafür weniger Kohlenhydrate zuzuführen um den Blutzucker niedrig zu halten und somit die Insulin-Produktion einzudämmen. Damit erreicht man das der Körper mehr Fett verbrennt und dieses nicht in den Zellen gespeichert werden kann.
Eine kohlenhydratreiche Mahlzeit führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel erhöht wird und dadurch die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse anregt. Die Nebeneffekte des Insulins sind die Anlagerung von Fettzellen, sowie die Stimulierung von Hungersignalen und somit beginnt der Kreislauf von Neuem.
Im Laufe der Zeit werden die Zellen immer Insulin-resistenter, was zur Folge hat, das die Bauchspeicheldrüse bis zu 4-5 mal mehr Insulin produzieren muss als eigentlich vorgesehen.
Durch die Verminderung der Aufnahme von Kohlenhydrat reduziert sich die Insulinproduktion und die Glucagon-Produktion steigt an. Glucagon ist ein Hormon, das die Fettverbrennung anregt und hilft, Cholesterin von den Arterien zu entfernen. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel angeregt und die Konzentration gefördert. Daraus resultierend stabilisiert sich der Blutzuckerspiegel, die Insulinwerte fallen, und aufgrund des vermehrten Fettabbaus verliert der Körper an Gewicht.
Kritik an der Low Carb Ernährung
Kritiker halten die Low Carb Ernährung für ungesund, da sie zu sehr auf die Aufnahme von Eiweiß und Fett fokussiert sei. Der starke Fettabbau durch die Verwendung von Fettreserven als hauptsächliche Energiequelle initiiert die Produktion des Nebenprodukts Keton, welches zu Mundgeruch, Schlappheit und Appetitlosigkeit führen kann.
Ich von mir aus kann bestätigen das ich die ersten Tage wirklich unter leichtem Mundgeruch gelitten habe, doch von Schlappheit und Appetitlosigkeit habe ich bis jetzt nichts bemerkt. Man soll die Kohlehydrate ja auch nicht ganz verbannen sondern einfach ein wenig einschränken. Das geht ja nicht sie ganz zu verbannen, da auch in Früchten, Joghurts etc. Kohlehydrate vorhanden sind. Man soll einfach lediglich 60-70 % der täglichen Kalorienzufuhr aus Fett und Eiweiß sowie 20-40 % aus Kohlenhydraten zu sich nehmen. In der Praxis bedeutet dies etwas weniger Pasta / Nudeln, Brot, Reis und Alkohol, dafür mehr Fleisch, Käse und Butter.
minus 4kg und Hunger hatte ich auch nie !!



Hmmm. Ich halte ja nach wie vor nichts von speziellen Diäten.
Vor einiger Zeit hat auch Marcel Widmer über eine Precon-Abnehmwoche gebloggt. Ich lasse mich immer gerne belehren und finde es auch immer wieder spannend dabei zu hören/lesen was dazu im zusammenhang mit Diabetes fällt und was es denn für Techniken zum Gewichtsverlust gibt.
Im März habe ich selber eine Radikalkur gemacht. Grundsätzlich sage ich immer, am effizientisten wirkt bei mir, FdH (Friss die Hälfte) und (mehr) Bewegung. Mein blutzucker dankt mir das auch. Darum bin ich immer etwas skeptisch bei Essenumstellung. Nur eine Reduzierung ist einfacher zu managen.
Aber: Jedem liegt etwas anderes und das ist gut so. Ich hoffe du packst das und hast den Schnauf durchzuhalten.
PS: Es ist nicht so, dass du nicht gelesen wirst
Ich weiss nur nicht was ich immer kommentieren soll.
ja ja ich weiss ja das ich gelesen werde, sehe es ja an den Leserzahlen und so wenige sind das gar nicht. Ich selber lese auch gerne Blogs und schreibe da auch nicht immer einen Kommentar dazu. Passt also schon
zu Diäten, ich selber habe nur 1x eine Radikalkur gemacht und würde dies nie mehr wiederholen, sage nur JoJo-Effekt =(( ….. wie gesagt ich esse Kohlenhydrate, dämme sie einfach nur ein oder ersetzte sie durch was Eiweisshaltiges. Zu viele Diäten sind eh nicht gut und verwirren den Körper derart, das er am Schluss gar nicht mehr abnehmen kann. Weiss ich von mehreren Diätberatern !!
Auf jeden Fall vielen Dank für deinen Wunsch an mich und für deinen Eintrag
Ich mach das ganze auch nicht immer gleich, bloss dass ich Abends wirklich keine KH’s esse. Aber ein Couscoussalat mit viel Tomaten und Kräuter drin zum Mittagessen ist auch sehr schmackhaft… und ich nehme trotzdem ab.
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)
An einem Tag mehr Weiweiss… an einem anderen Tag mehr Gemüse oder Früchte… mal mehr mal fast keine Kohlenhydrate, aber immer Eiweiss zuerst.
So gewöhnt sich der Körper an kein gezieltes Schema.
Auch den Kaffee kann ich schon ohne Zucker und mit wenig Milch trinken… .kleine Umstellungen und mehr Sport
Wir schaffen das schon