Seit der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) 2008 aus einer chinesischen Steinlieferung im Hafen von Weil am Rhein (D) entwich, ist er nicht mehr aufzuhalten. Seit da hat er sich von Basel bis ins Mittelland und Zürich durchgefressen. Man hat ihn jedoch auch schon an diversen Ziersträucher in Jurasüdfüss, Bodensee, bei Chur und in der Ajoie gesehen. Angesichts eines Eigenradius von geschätzten fünf Kilometern im Jahr nimmt man an, dass er sich via Pflanzenhandel ausbreitet.
In diesem Jahr hat es dank dem schönen Wetter enorm viele Raupen, und deshalb befürchtet die Buchsbaumzünsler-Forscherin Florine Leuthardt von der Uni Basel sowie auch Emanuel Trueb, Leiter der Stadtgärtnerei Basel einen Massenbefall. Bleibt das Wetter weiterhin so schön, fliegen die Falter, paaren sich, legen noch mehr Eier und richten bei unbehandelten Buchsbäumen einem grossen Schaden an, der bis zum Absterben führen kann.
Da der Buchsbaumzünsler bis jetzt noch keinen potenziellen Fressfeind hat, hat die Stadtgärtnerei Basel nun einen Aufruf gestartet und bittet die Besitzer von Buchsbäumen, ihre Pflanzen regelmässig zu kontrollieren, um bei Raupenfunden rasch reagieren zu können. Dieser Aufruf gilt natürlich auch für die Verantwortlichen von Parkanlagen.
Bei kleineren Pflanzen können die Raupen von Hand abgelesen oder mit dem Staubsauger abgesaugt werden. Bei den grösseren Pflanzen sollte vorzugsweise ein biologisches Frassgift zur Anwendung kommen, welches nur die Raupen des Buchsbaumzünslers zum Absterben bringt, hingegen nützliche Insekten wie Bienen und einheimische Tagfalter schont.
So ein Buchsbaumzünsler-Falter lebt rund acht Tage, legt viele Eier und stirbt. Nachdem die Raupe bis auf etwa fünf Zentimeter gewachsen ist, verpuppt sie sich. Übrigens, kleine Raupen können hier auch überwintern.






Sehr gefährlich, …. “@Wyybli: Kampf dem Buchsbaumzünsler …… http://t.co/r1Mk8qJt“