Einfach nur traurig

Juni 20th, 2012

Einfach nur traurig war ich, nachdem ich diesen Artikel auf 20min online gelesen habe.

Letzte Woche bekam eine in Allschwil wohnhafte Familie den definitiven Bescheid vom Amt für Volksschulen, dass ihr jüngerer Sohn Dorian eines der fünf Kindern sei, das nach Binningen in die Schule müsse. Laut dem Amt ist er aus­gesucht worden, da er in der Nähe einer Bushaltestelle wohne. Sein älterer Bruder und seine Freunde jedoch dürfen bleiben.

Dorian hätte zu Fuss nur vier Minuten in die Schule, doch die Busfahrt nach Binningen dauert über 30 Minuten. Für seine Mutter ist dieser Umstand unzumutbar und daher hat die Familie nun einen Anwalt eingeschaltet

Dorian selbst ist einfach nur traurig, denn er möchte nicht den ganzen Tag von seiner Familie getrennt sein. Da kann ich nur sagen ich begreife ihn, sie hätten ja wenigstens seinen Bruder ebenso nach Binningen zur Schule schicken können.

Die Behörden sehen dies natürlich nüchterner, denn in der Verfügung vom Januar 2010 steht, dass Schüler unter Berücksichtigung der optimalen Klassengrösse einem Standort innerhalb des Schulkreises zugewiesen werden können um Klassen zu sparen.

Dorian habe sich so auf die Sekundarschule gefreut, doch nun sei er wie ausgewechselt. Er sei oft traurig, sitze weinend in seinem Zimmer und sei aggressiv, meint seine Mutter. Das Problem beschäftige den Jungen so sehr, das er den Kinderarzt aufsuchen musste und dieser schriftlich bestätigt hat, dass ­Dorian deswegen psychische Probleme habe.

Ich drücke der Familie natürlich meine Daumen das alles ein gutes Ende nimmt, doch eben Behördenmühlen mahlen langsam und meist nur zu ihrem eigenen Vorteil

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